Plugin – Mein Kleiderschrank und mein Stoffvorrat

Hallöchen ihr Lieben!

Hach ich freue mich total, dass ich endlich 2 Sachen hier auf dem Blog umsetzen konnte, die ich schon lange auf der Wunschliste habe.

Nein, das ist nicht ganz richtig, denn eigentlich war nur mein selbstgemachter Kleiderschrank auf der Wunschliste :) Aber ich hatte ganz konkrete Vorstellungen, wie diese Seite aussehen sollte: Eckige Fotos von den einzelnen Kleidungsstücken, ein Hover Effekt, bei dem der Name des Schnittes erscheint. Und bei einem Klick auf das Bild wird man auf den jeweiligen Blogpost weitergeleitet. Klingt doch eigentlich gar nicht so schwer oder? Ich habe jede Menge Galeríeplugins ausprobiert und auch mal einen HTML Code, aber nichts hat meinen Vorstellungen entsprochen. Das war übrigens im Oktober letzten Jahres.

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Vor zwei Wochen habe ich mich dann nochmal hingesetzt und gesucht und ausprobiert und tadaaa! Endlich gibt es diese Seite, ihr könnt direkt über das Hauptmenü darauf zugreifen und all meine verbloggten Kleidungsstücke seit Anfang 2015 auf einen Blick ansehen (: Ich freue mich sehr darauf, diesen Teil meines Blogs stetig mit tollen neuen Kleidungsstücken aufzufüllen, es ist toll, alles auf einem Blick zu haben.

Auch auf dem Iphone funktiniert die Seite fantastisch, mit einem Klick auf’s Bild wird der Titel angezeigt und mit einem weitere Klick gelangt man auf die Seite – jaa ich bin überzeugt.

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Vor 2 Wochen hatte ich dann die fixe Idee, doch auch meinen gesamten Stoffvorrat zu fotografieren und dann auf meinem Blog übersichtlich darzustellen. Julia von Sewionista hatte übrigens den Ursprungsgedanken und hat ihre Stoffe eingescannt und hochgeladen. Und da ich in letzter Zeit ordentlich  beim Stoffkauf zugeschlagen hatten und so langsam den Überblick verlor, wollte ich das ebenfalls tun.

Dazu habe ich das gleiche Plugin genutzt, das war mir sehr wichtig, denn ich möchte meinen Blog nicht unübersichtlicher machen als nötig und ihn nicht mit allen möglichen Plugins zumüllen. Ich habe die Stoffe auf der Seite nach Kategorien geordnet, über das Menü kann ich so ganz leicht filtern und nach genau dem Stofftyp suchen, den ich brauche (: Wuhuuu. Dabei fällt mir auf, dass ich Jerseystoffe auf jeden Fall noch kaufen darf und kuscheligen Sweat sucht man bei mir leider vergeblich :( Dabei hätte ich grade total gern ein Sweatponcho, bei dem Wetter im Moment brauche ich keine Kleider, sondern dicke Kleidung, aber offensichtlich war ich bisher nicht sehr daran interessiert, sie zu nähen – brrrr.

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Ein paar abschweifende Gedanken zum wetterabhängigen Nähen: Mein neues Frühlingakleid habe ich bei strahlendem Sonnenschein (und Minusgraden…) begonnen und war total motiviert, aber als ich dann 2 Tage später wieder Zeit hatte, es zu beenden, war es grau und ich wollte lieber den besagten Sweatponcho nähen. Aber aus Stoffmangel habe ich doch das Kleid beendet – was ja auch nicht schlecht ist, jetzt hätte ich nur gern noch 2stellige Plusgrade und Sonne :D Kennt ihr das Phänomen, lieber Kleidung für das aktuelle Wetter, bzw. die aktuelle Stimmungslage nähen zu wollen?

Zurück zur Stoffübersicht: Das ist wirklich eine super Sache und ich hoffe es wird mir bei künftigen Stoffkäufen helfen. Dadurch werde ich hoffentlich keine Fehlkäufe, bzw. Schrankkäufe mehr machen, wenn ich mir immer schön vor Augen halten kann, wie viele (blaue!) Stoffe ich doch habe und wieso diese noch unvernäht sind. Eine Frage habe ich an euch: Lädt die Seite langsam? Ich habe die Fotos ziemlich groß hochgeladen und bin nicht sicher, wie gut sie komprimiert und wie schnell sie dann geladen werden können.

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Oben sehr ihr auch noch ein Foto aus meinem realen Stoffschrank. Ich habe einen 3m Schrank mit Schwebetüren und hinter der einen Tür sind meine Handarbeitssachen zu finden. Die Jerseystoffe sind in einer Holztruhe ausgelagert. Besteht eigentlich Interesse an einer Vorstellung meines Nähreiches?

Also: Was sagt ihr zu den beiden neuen Seiten? Ich bin sehr gespannt und wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

Alles Liebe, Eure Freja.

Das Plugin, welches ich nun nutze und was soweit alle meine Wünsche erfüllt, heißt übrigens Robo Gallery. In der freien Version kann man schon viel auswählen, ich habe es allerdings gekauft und damit kann ich nun wirklich alles einstellen. Von der Ausführung, insbesondere im Blick auf’s Responsive Design bin ich bisher überzeugt. Also falls jemand von euch auch nach einem schönen Galleriplugin sucht, so kann ich ihr dieses ans Herz legen und vielleicht so einige Stunden Suche ersparen (:

[Nähen] Jamie Jeans und Fall Turtleneck

Guten Morgen!

Heute zeige ich euch gleich 2 brandneue Kleidungsstücke (: Meine erste Jeans und ein Rolli aus superweichem Jersey.

Ich fange mal mit dem Rolli an: Der Schnitt ist der Fall Turtleneck von Papercut Patterns, von welchem ich schon einige schöne Versionen gesehen habe. Ich habe mich für Größe XS nach der Maßtabelle entschieden, was soweit auch sehr gut passt, finde ich. Die Ärmel hatte ich zuvor um 5cm, den Körper um 10cm, allerdings habe ich beides am Ende wieder fast komplett abgeschnitten :D

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Also die Weite ist super, aber – und ihr werdet es sicher schon entdeckt haben- direkt untern Hals ist eine Querfalte, die fast immer da ist. Woran liegt das? Ich würde ja denken, dass die Schultern zu schmal sind, aber eigentlich sind sie ja total überschnitten? HILFE! Ich möchte das dringend für weitere Versionen hinbekommen, denn ansonsten liebe ich das Shirt.

Es ist wundervoll, die Länge finde ich perfekt und auch die Weite gefällt mir total, der Stoff ist superweich und sobald ich meinen Kopf durch den Kragen gezwängt habe (hier wäre ein etwas elastischer Stoff hilfreich) ist es total bequem und der Rollkragen hat genau die richtige Weite für mich. Außerdem schwingt es an sich sehr schön, nur eben der Bereich Brust Auwärts ist falsch und so will ich es nicht nochmal nähen.

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Ich hatte anfangs überlegt, mit weißer Stoffmalfarbe zu experimentieren und ein bisschen Abwechslung ins grau zu bringen aber ich finde nun, dass es das gar nicht braucht (: Mehr gibt es zu dem Schnitt eigentlich auch nicht zu sagen, ich werde demnächst auch noch die Rise Version ausprobieren und ich möchte bei dieser eben die Passform besser hinbekommen für weitere Versionen.

Schnitt: Rise and Fall Turtleneck von Papercut Patterns
Größe:  XS
Material: super weicher Baumwolljersey
Änderungen: Ärmel und auch den Körper ein bisschen Verlängert (dürften aber nur etwa 2cm sein)
Weitere Schöne Versionen dieses Schnitts: houseofpinheiro, Ms Wabi-Sabi (Ich lieeebe das Outfit mit dem karierten Rock!!!), the German Edge, carlyinstitches

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Die Jeans mag ich eigentlich auch recht gern. Eigentlich recht gern – äähjm ja. Also soweit war es echt nicht schwer eine Jeans zu nähen, ist halt genau das selbe wie eine andere Hose zu nähen, nur mit dickerem Stoff, den meine Nähmaschine nicht besonders mochte. Dort wo Nähte aufeinandertreffen hat sie dann schonmal einfach nicht mehr transportiert und auch ein Knopfloch konnte sie im Bund nicht machen. Schade! Daher habe ich jetzt übrigens einen Druckknopf per Hand angenäht und auch die Gürtelschlaufen weggelassen, den typischen Jeanslook erreiche ich so ja eh nicht.

Mein dickes Garn zum Absteppen der Nähte war zu dick für meine 100er  Jeansnadel :O Das blaue habe ich also als Unterfaden genommen und oben dann ganz normales Garn und so dann von links abgesteppt. Das hat erstaunlich gut geklappt. Die weißen Absteppungen sind mit etwas dünnerem Garn gemacht, sodass ich das auch als Oberfaden nutzen konnte.

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Die Passform der Jeans ist okay, aber mehr auch nicht. Der Bund ist schön eng, da habe ich es wohl etwas zu gut gemeint, ein cm mehr wäre nicht schlecht gewesen, aber ich habe da so ein Trauma von ständig rutschenden Jeans. Ich habe im oberen Bereich Gr. 36 und ab den Beinen Gr. 38 zugeschnitten und in der hM oben nochmal 1,5cm je Seite abgenäht. Auch die Schrittnaht habe ich im vorderen Teil weiter ausgeschnitten, die war mir da zu flach, trotzdem bildet sich vorn das berühmte Katzenbärtchen immernoch.

Bei meiner ersten Anprobe dachte ich außerdem, dass ich das Bein unten noch etwas weiter einstellen könnte, was eine wirklich doofe Idee war! Beim Auziehen gehen jetzt auch die Socken mit flöten. Die originale Weite war schon mehr mein Ding. Außerdem rutscht der Stoff immer von unten in Knieöhe hoch um sich da zu stauen, was irgendwie ebenfalls unangenehm ist.

Der Schnitt ist Jamie Jeans von Named, welche eine sehr schöne Taschenlösung im Vorderteil hat (: Mittig des Beines gibt es nämlich eine Längsteilung und auf der äußeren Seite davon ist dann die Tasche dazwischengenäht , ach schaut euch den Schnitt einfach an! Ich find das sehr schön. Leider schluckt meine Stoffwahl die meißten Details sehr gründlich. Allerdings denke ich, dass man die Naht vorne in einem elastischen Stich nähen sollte, denn wenn ich Rad fahre oder das Knie etwas stärker beuge, dann schneidet die Naht halt ein bisschen ins Knie ein. Ist ja auch klar eigentlich…

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Also: Die Jeans hat einen schönen Stoff und an sich war das Jeansnähen sehr einfach, auch wenn ich jetzt dringender denn je eine neue Maschine haben möchte. Der Sitz der Hose ist noch verbesserungswürdig und auch die Sache mit der Naht vorne am Bein muss ich mir nochmal überlegen (:

Schnitt: Jamie Jeans von named
Größe:  38, am Bund 36
Material: Jeansstoff, mit Elasthan von Alfatex
Änderungen: vordere Schrittnaht mehr gerundet, in der hM insgesamt 3cm weggenommen, Beine nach unten hin verschmälert (DAS mache ich nicht nochmal ;))
Weitere Schöne Versionen dieses Schnitts: Design by Lindsay, sew a straight line (schöner Vergleich verschiedener Jeansschnitte.), cindora

Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch und bin natürlich auch wieder beim Me Made Mittwoch vorbei, es geht um selbstgemachte Kleidung an echten Frauen <3

Eure Freja.

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[Nähen] Burda Easy Mantel und ein paar Gedanken zur Körperform

Halli Hallo (:

Mein  Praktikum ist nun vorbei und ich bin einerseits traurig, denn es war eine sehr schöne Zeit in denen ich ganz viele wundervolle Menschen getroffen habe, andererseits bin ich erleichtert endlich wieder etwas mehr Zeit zum Nähen zu haben.

Die letzten Wochen habe ich ja neben der Arbeit mit Aufräumen und Renovieren verbracht, sodass für’s Nähen wenig Zeit blieb. Dafür habe ich mich das Vorletzte Wochenende eingeschlossen und nur genäht :D

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Unter anderem habe ich den Saum meines heutigen Kleidungsstücks nochmal aufgetrennt. Ich habe den Saum nämlich umgebügelt und dann am Futter blind angenäht – so sieht man außen nichts und von innen sieht es auch hübsch aus. Irgendwie erfasste mich dann aber die Panik, ob sich das ganze nicht nach dem ersten Tragen oder der ersten Wäsche verziehen würde, wenn der Saum gar nicht am Oberstoff festgenäht ist. Außerdem hatte ich an einer Stelle das Futter ein klitzekleines Bisschen zu weit runtergezogen, sodass sich eine (für niemanden außer mich selbst bemerkbare) Delle im Mantel bildete. Also das Futter war dann einfach ein bisschen zu kurz quasi. Der Mantel hing ne Woche und dann hab ich den Saum einfach nochmal aufgemacht, das Futter vorsichtshalber überall ein wenig herausgeschoben und nicht nur den umgeklappten Saum am Futterstoff festgenäht, sondern gleichzeitig noch einige wenige Fädchen des Oberstoffs mitgefasst. Das ganze war natürlich ziemlich mühsam, denn ich musste ja immer zwischendurch auf die Vorderseite des Mantels schauen um zu sehen, wie viel ich vom Oberstoff erwische.

Hat das irgendwer verstanden? ;D Naja, jedenfalls sollte ich mir für das nächste mal eventuell eine andere Methode aussuchen oder mal recherchieren, wie man klassischerweise einen gefütterten  Mantel säumt.

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Jetzt erstmal zum Grundsätzlichen:

Ich habe den – mittlerweile schon vielfach genähten – Mantelschnitt aus der Burda Easy H/W 15 genutzt. Diesen habe ich entgegen der Anleitung gefüttert, vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die liebe Lena von Fantantisch, die sich sehr geduldigt meinen 1000 verunsicherten Fragen gestellt hat.

Ich habe Im Rücken und im Schulterbereich Größe 34 genäht und Das Vorderteil in Größe 36. Bisher habe ich bei Burda immer Größe 38 oder 40 genäht (Keine Ahnung warum, meine Maße liegen je nach Tageszeit ungefähr bei 84-66-96) und hatte mit der Passform immer groooße Probleme. Vanessa von moments enchanteurs, die diesen Schnitt mittlerweile schon 2mal genäht hat, hat mir bei der Größenwahl beigestanden und mir zur 34 geraten, obwohl meine Maße da nicht richtig hingehören. Dieser Tipp war Gold wert, Danke ;-*

Ich habe den Mantel verschlusslos genäht, wenn ich ihn verschließen wollen würde, dann würde ich wohl eine FBA machen, im Rücken ist die Stoffweite auf jeden Fall sehr reichlich.

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Diese Erkenntnisse zeigen eigentlich nur das, was ich bisher schon erlebt habe: Ich habe anscheinend einen sehr schmalen Rücken und kann gut mit einer kleineren Größe beginnen und dann vorne irgendwie mehr Stoff reinbasteln. Oder wäre andersrum besser und ich sollte den Rücken schmaler basteln? :D Puh, diese ganze Passformgeschichte ist wirklich schwierig aber auch sehr spannend, wie ich finde.

Am Schnitt habe ich nach der ersten Anprobe noch die Schultern um ungefähr 1,5cm verschmälert, dadurch setzt sich nun auch die gelbe Linie des Karomusters perfekt fort! Da hatte ich beim Zuschnitt nicht drauf geachtet aber jetzt bin ich total begeistert und werde es bei zukünftigen Karoprojekten auf jeden Fall ebenfalls beachten. Auch die Ärmel habe ich noch gekürzt, es dürften etwa  2,5cm gewesen sein.

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Ich bin ja  manchmal wirklich der Perfektionismus in Person, auch wenn ich versuche das ein wenig abzustellen, aber mit diesem Projekt bin ich sehr zufrieden: Es fängt schon damit an, dass ich die Taschen gleich als erstes per Hand aufnähte und dadurch einfach super gut kontrollieren konnte, dass die Karos Millimetergenau aufeinander treffen. Die Taschen habe ich übrigens an der Seite einfach in der Seitennaht mitgefasst, bei meiner Größe kam das genau hin, ist aber wohl eigentlich nicht vorgesehen.

Auch die Seitennähte passen einfach perfekt aufeinander und die doofen Briefecken am Saum (Laut Anleitung nicht vorgesehen) habe ich letztendlich hinbekommen. Ja, an dieser Stelle gäbe es Verbesserungsbedarf und ich habe daraus gelernt, nie wieder Briefecken in Karostoff machen zu wollen :D

Die Jacke möchte ich einerseits als Strickjacke während der kälteren Monate tragen, aber im Frühling dann sicher auch als richtigen „Mantel“. Ha, da wirft sich die Frage auf, ab wann ist ein Mantel eine Jacke oder ab wann ist eine Jacke ein Mantel? Ich nutze bei so Zwischenlängen beide Worte als Synonym.

Schnitt: Burda Easy H/W 2015 Mantel 4D, Titelmodell
Größe:  34/36
Material: Wollgemisch vom Maybachufermarkt, Viscosefutter von Stoff und Stil
Änderungen: Ärmel um 2,5cm gekürzt, Schultern um 1,5cm verschmälert, Tasche in der Seite mitgefasst, Futter eingefügt
Weitere Schöne Versionen dieses Schnitts: Fantantisch, Sewionista, Fitzladen

Kleid: Altrosa Mesa Dress

Die Frage der Kombinierbarkeit dieses Mantels bleibt noch. Zu meinem Altrosa Mesa Dress – welches sich als totaler Allrounder entpuppt hat – passt er sehr gut und auch zur klassischen Jeans mit einfarbigem Oberteil. Aber sonst? Weite Röcke sind nicht optimal dafür und sowieso habe ich das Gefühl, dass es überhaupt gar keine Mäntel gibt die dazu passen.

In nächster Zeit muss ich mir sowieso Gedanken über meinen Stil und meine Wunschgarderobe, sowie über eine vernetzte Garderobe machen. Das hatte ich vor einem Jahr ja schonmal versucht aber es fällt mir wirklich sehr schwer und so werde ich einfach langsam und Stück für Stück daran arbeiten.

 Ich wünsche euch einen tollen Mittwoch und lasse euch ganz viele Fotos da, es hat richtig Spaß gemacht, endlich mal wieder vor der Kamera zu stehen – Yippiee! Und auch beim Me Made Mittwoch bin ich natürlich wieder dabei (:

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Miniserie Ausmisten [2] Warum ich einige Dinge nicht loslassen möchte

In meinem ersten Beitrag der Miniserie Ausmisten habe ich ganz privat über meinen Drang nach Ordnung und freiem Platz geschrieben. Julia hatte in einem Kommentar sehr passend beschrieben „dass eine äußere Unordnung bei mir zu großer Unzufriedenheit und auch innerer Unruhe führt“. Ich fühlte mich unruhig und rastlos und wollte dem durch äußere Ordnung entgegenwirken und ich muss sagen, das klappt ganz gut (: Natürlich lösen sich die Probleme dadurch nicht in Luft auf, aber es hilft sich zu sortieren, klare Gedanken zu fassen und auch das Ziel wiederzufinden. Die Gründe meines Umräum- Aufräum – und Aussortierwahns habe ich damit also gefunden:

Heute möchte ich darüber sprechen, wieso es mir bei vielen Dingen schwer viel, sie loszulassen, obwohl sie mich nicht glücklich machten.

Es fanden sich Unmengen an Sachen in den Regalen, die herausgerissen und auf dem Wohnzimmerboden verteilt erst ihre gesamte Macht entfalteten und mich sprachlos machten. Was sich doch alles angesammelt hatte. Ich bin allgemein ein großer Fan vom Aussortieren und hatte das auch regelmäßig getan, aber irgendwie sind viele Dinge dabei doch immer wieder geblieben. Vieles was mich nicht glücklich machte war noch da und sollte mich jetzt verlassen.

Ich habe mir Gedanken gemacht und mir überlegt, warum es mir so schwer fällt diese Gegenstände loszulassen und wie ich es mir leichte machen könnte.

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Grund 1: Es ist einfach nützlich und notwendig

Diese Gegenstände sind ganz klar geblieben, da gab es eigentlich keine Frage, Briefumschläge, Geschenkpapier, auf Vorrat gekaufte Shampoos oder Kosmetikprodukte. Bei diesen Dingen wäre es einfach blöd sie wegzugeben, da ich sie ja doch bald wieder brauchen und dann nachkaufen würde. Das muss ja nicht sein. Was ich allerdings beschlossen habe, ist diese Vorratshaltung aufzugeben. Nur weil das Shampoo im Sale 30 Cent günstiger ist, muss ich ja nicht gleich 2 Flaschen mitnehmen. Klar kann man so den ein oder anderen Euro sparen, aber wenn es mich dann hinterher unglücklich macht – weil es in dieser ominösen Kiste verschwunden ist, oder ich bis dahin viel lieber ein anderes Shampoo gehabt hätte – dann hat es keinen Mehrwert für mich. Außer bei Zahnpasta. Denn Zahnpasta ist viel schneller leer als alles andere. Da kann man ruhig 2 Tuben kaufen.

Grund 2: Ich verbinde Erinnerungen mit dem Gegenstand

Tja, hier wird es schwieriger und ich konnte bisher noch keinen guten Weg finden. Das einzige, was sich bisher bewährt hat, ist die Dinge erstmal aus dem Blickfeld zu bringen und darauf zu warten, dass das Herz sie freigibt. Wenn ich sie mir ein halbes Jahr später nochmal ansehe wird mir klar, dass ich es nicht vermisst habe und es daher weg kann. Die Fotos aus dem Bilderrahmen habe ich meißt auch digital noch, und falls nicht, so kann ich sie in ein Fotoalbum kleben, was weitaus weniger Platz wegnimmt. Auch einige Geschenke, die ich einst sehr mochte, fallen unter diese Kategorie.

Grund 3: Ich habe es geschenkt bekommen

Geschenke. Ja, es ist nicht immer leicht, jemandem ein passendes Geschenk zu machen. Ich bin ein großer Fan von Wunschlisten, damit gewährleistet wird, dass ich nur bekomme, was ich auch gebrauchen kann. Das halte ich auch schon recht lange so. Dennoch habe ich ein paar Teile, die ich irgendwann mal bekommen habe, die mir aber so gar nicht entsprechen. Da wäre die berühmte Deko, DAS Geschenk wenn einem nichts besseres einfällt. Ich bin aber nicht so der Dekomensch und kann damit meisst wenig anfangen. Hier kann ich eigentlich nur sagen: Weg damit! Derjenige, der es verschenkt hat, wird das schon verstehen und beim nächsten mal nachfragen, was ich mir wünsche. Oder ich sage gleich, dass mir das nicht gefällt und ich es leider nicht gebrauchen kann und frage den Schenkenden, ob er es noch umtauschen könnte.

Eine andere Geschichte gab es letzte Weihnachten. Meine Schwestern schenkten mir ein Nudelsieb, ich war sehr überrascht. Anscheinend hatte ich im Laufe des vergangenen Jahres mal gesagt, dass ich gern eins hätte. Ja, dachte ich, das ist wirklich was, was ich gebrauchen kann! Als ich dann wieder in der eigenen Wohnung war, sah ich, dass ich ja schon ein praktisches sehr großes Sieb aus Edelstahl besitze, welches bisher kaum genutzt wurde. Was mache ich nun mit dem neuen Nudelsieb? Ich weiß noch nicht, es steht auf dem Schrank. Vielleicht kann ja eine meiner Schwestern das Sieb irgendwann mal brauchen. Ich sollte sie zeitnah danach fragen.

Grund 4: Ich weiß noch, was das Teil mal gekostet hat

Weg damit! Ich muss es ja nicht zwingend wegwerfen, sondern kann es verschenken oder verkaufen, so würde ich sogar noch ein wenig Geld verdienen. Und falls ich glaube, dass das sowieso keiner mehr haben will, so ist das doch ein Zeichen dafür, dass seine Zeit gekommen ist und es vielleicht einmal viel Geld gekostet hat, aber mittlerweile einfach ausgedient hat. Bei mir waren viele Zeichensachen dabei, die recht teuer waren und daher immernoch im Schrank lagen.

Grund 5: Irgendwann werde ich es schon nochmal brauchen

Dinge, die ich bestimmt irgendwann nochmal gebrauchen werde… Jede Menge Abtönfarben fallen mir dazu gerade ganz spontan ein. Ich habe diese irgendwann mal von meinem Papa bekommen und sie sehr lange gehortet und auch gaaanz selten mal genutzt. Ebenso einige meiner Zeichensachen. Ich musste mich von der Vorstellung lösen, dass ich sie bestimmt nochmal brauchen werde. Ja, das mag sein. Vielleicht werde ich irgendwann mal wieder ganz zwingend Pastell malen wollen. Aber da ich damals nicht wirklich Spaß daran hatte und sowieso nur 2 Bilder damit gemalt habe, ist das doch unwahrscheinlich. Und falls doch: Na, dann kaufe ich mir eben neue Kreiden! Bei vielen Dingen in dieser Kategorie war es eher unwahrscheinlich, dass ich sie nochmal brauche und tief im Innern wusste ich das. Oder aber es wäre super leicht sie nochmal zu beschaffen und würde mich auch finanziell nicht in den Ruin treiben. Dann auch: Weg damit! Oh, ebenfalls ein Klassiker bei mir: Alte Wissenschaftszeitschriften, die ich irgendwann endlich mal lesen möchte – kann ich sie mir dann nicht auch aus der Bibliothek oder Bücherei leihen?

Grund 6: Aber, ich habe das ja noch nie genutzt! Fehlkäufe.

Das schlechte Gewissen wegen ungenutzer Gegenstände. Hier hilft nur loszulassen und daraus zu lernen. Warum habe ich es gekauft? Warum habe ich es hinterher doch nicht genutzt? Beim nächsten Mal werde ich diesen Fehlkauf dann hoffentlich vermeiden können.


Es gibt natürlich viele Gegenstände, bei denen es mir aus mehreren Gründen schwer fiel, sie loszulassen, bei denen ich mich aber dennoch dazu entschlossen habe. Dann gibt es aber auch noch einige Dinge, die ich trotzdem behalten habe, obwohl ich sie nicht oder nur sehr selten gebrauche, manchmal einfach weil sie mich glücklich machen oder auch aus einem der oben genannten Gründe.

Ihr solltet euch beim Ausmisten nicht allzusehr unter Druck setzen, wenn ihr euch nicht sich seid, dann packt die Dinge erstmal in eine Kiste in den Keller und wartet 3 Wochen. Wenn ihr sie euch dann nochmal anschaut, dann werden sich eure Gefühle bei ihrem Anblick wahrscheinlich schon gewandelt haben und es wird euch leichter fallen, sie loszulassen.

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[Gedanken] Magie

Vielen, vielen Dank für eure Reaktionen auf meinen letzten Post, die mich auf welchem Wege auch immer erreichten – ich bin überwältigt und möchte hier nicht allzuviele Worte darüber verlieren, sondern meine Gedanken in den nächsten Wochen ordnen und „zu Papier“ bringen.

Diesen Post habe ich direkt am Mittwoch Mittag geschrieben und er ist für euch. Es gab im Alltag ein paar magische Momente, die mir die Natur und ich selbst herbeigezaubert haben. Es ist ein Experiment und ich bin erneut gespannt, was ihr sagt und ob ihr durchhaltet.

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07:00 Der Wecker klingelt. Ich bin furchtbar müde, habe unvernünftigerweise bis nach 01:00 noch Gossip Girl geschaut.

07:30 Ich schrecke auf, war kurz wieder eingeschlafen. Langsam schleppe ich mich aus dem Bett.

07:32 Ich begutachte meine Haare im Spiegel und binde sie hoch. Unter der Dusche drehe ich das Wasser ganz heiß. Außerhalb meiner Bettdecke ist es so kalt.

08:00 Ich schneide Grünkohl, Avocado, Banane und Apfel für meinen heutigen Shake.

08:05 Ich schalte den Mixer an und schmiere mir nebenbei noch 2 Brote für’s Frühstück.

08:15 Ich trage etwas MakeUp auf.

08:25 Ich verlasse das Haus. Die Temperaturen befinden sich knapp unter dem Nullpunkt. Die Sonne scheint. Ich stecke mir die Kopfhörer in die Ohren und starte meine Lieblingsmusik.

08:26 Ich laufe los. Etwas schneller als sonst, denn ich habe um 09:00 eine Schulung. Es ist wunderschön draußen. Meine Laune steigt und ich werde endlich richtig wach.

08:35 Ich komme an der Holperbrücke an. Die Sonne strahlt seitlich durch die Bäume und erzeugt eine magische Atmosphäre. Dauergrinsen stellt sich ein. Ich hole mein Handy raus und schieße ein schnelles Foto.

08:40 Ich bin oben auf der Brücke, über der Autobahn, Felder um mich herum. Ein morgendlicher Jogger läuft an mir vorbei. Das Sonnenlicht bricht sich in der superdünnen Schneeschicht und die Welt glitzert. Magische Momente.

08:44 Ich komme an dem kleinen Waldstück vorbei, welches wie immer verwunschene Wege zeigt. Und das Lächeln geht weiter. Ich würde am liebsten abbiegen und meinen Spaziergang ausdehnen.

08:47 Ankunft bei der Arbeit. Ich begrüße meine Kollegen mit allerbester Laune. Die Müdigkeit spüre ich nicht mehr.

08:54 Ich packe meinen Laptop, Block und Stift zusammen und gehe in den Besprechungsraum.

09:00 die Schulung beginnt.

09:20 Ich muss gähnen. Mehrmals.

09:38 Puh bin ich müde.

10:05 Endlich Frühstückspause

10:07 Ich setze Teewasser auf und esse meine Brote.

10:25 Die Schulung geht weiter, der Tee ist fertig gezogen. Ich bin wirklich müde. Meine Augen brennen.

13:05 Mittagspause. Ich packe meine Sachen wieder zusammen und bringe sie an meinen Platz. Ich trinke 5 Schlucke Smoothie.

13:11 Ich ziehe mich dick an, stecke mir die Musik in die Ohren und verlasse das Gebäude.

13:14 Ich biege in den verwunschenen Weg am Waldrand ab. Ich habe Lust zu tanzen

13:18 Ich bin an einer Biegung angekommen. Kein Mensch ist in der Nähe. Die Sonne scheint. Ich beginne zu tanzen. Einfach so. Ich bin so glücklich.

13:23 Und noch ein Lied. Hups, da hab ich Matsch auf meine Hose gespritzt. Macht nichts. Ich hüpfe durch die Gegend und fange an mitzusingen. Es ist nur die Autobahn zu sehen und sonst keine Menschen. Freiheit. Unbefangen.

13:30 Ich mache mich auf den Rückweg. Laut singend und mit kleinen Tanzeinlagen.

13:35 Ich bin wieder an der Straße. Dort sind Menschen. Ich  möchte weiter tanzen und singen. Das ist mir unangenehm.

13:38 Ich wäre gern wie Luna Lovegood. Ihr ist es egal, was andere denken. Sie macht, was sie glücklich macht und glaubt immer an das Beste im Menschen. Sie ist ein wenig sonderbar. Entrückt.

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2016-02-16 Freja Sari Sender, Maschinenbaustudentin im 9. Semester