Miniserie Ausmisten [1] Warum Ausmisten?

Ausmisten? Hä, wieso fängt die denn jetzt damit an, ich dachte hier gibt’s Genähtes!
Ihr Lieben. Auf dem Blog gab es im letzten Jahr tatsächlich fast nur genähtes zu sehen, ein paar Reiseberichte ohne großen Mehrwert für euch waren noch dazwischen, aber das war’s dann auch schon.

Als ich mit dem Bloggen anfing habe ich über alles mögliche geschrieben, nur tiefgehende Gedanken gab es hier nicht.

Ich habe immer häufiger das Gefühl, über ein paar Themen sprechen zu wollen. Aber meißt belasse ich es bei Notizen oder Tagebucheinträgen für mich selbst. Das liegt daran, dass ich mit diesen Themen das Gefühl habe viel über mich preiszugeben. Es geht nicht darum, wie ich etwas genäht habe und ob ich das nun schön finde oder nicht oder um die Ärgernisse die es dabei gab. Es geht um Gefühle. Es geht darum, wie ich mich fühle und welche Gedanken mich täglich begleiten. Manchmal mag das ein Nähprojekt sein, aber dass ich mich nicht gut fühle liegt meist eher nicht daran.

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Ich habe viel geweint im letzten Jahr, ich habe mich seelisch instabil und mit vielem überfordert gefühlt. Mein Studium nervt mich sehr und eigentlich würde ich es am liebsten abbrechen. Aber ich bin fast fertig und ich weiß auch nicht, was ich stattdessen lieber machen möchte. Versteht mich nicht falsch, es ist nicht alles schlecht, einige Dinge machen auch Spaß und das Thema an sich finde ich auch interessant und vielfältig. Ich fühle mich zerrissen, denn mein Kopf sagt mir dass ich doch vieles gern mache, aber mein Herz, das zieht nicht ganz mit. Das Aufstehen morgens fällt mir häufig schwer, ich bin müde und erschöpft, es hat körperliche Auswirkungen. Und wo ich das schreibe merke ich wieder wie dumm das klingt und wie ungeordnet meine Gedanken darüber sind. Ich versuche so wenig wie möglich darüber nachzudenken, denn wenn ich das tue, dann könnte ich einfach weinen und wüsste nicht, warum. Ich fühle mich gleichzeitig über- und unterfordert, bin auf der Suche nach einer Aufgabe.

Es gibt Tage an denen ich mich gut fühle und stark, an denen ich vor Zuversicht strotze und es gibt Tage an denen ich nur so tue und dann gibt es Tage an denen ich einfach nur auf den Tag warte, an dem ich meinen Abschluss habe. Und dann denke ich, dass ich vorher noch 3 Monate an einer Arbeit schreiben muss und mir das unglaublich viel Kraft und Zeit abverlangen wird.

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Zusätzliche fühle ich mich auch sozial etwas desintegriert, meine Mitstudenten und ich, wir waren nicht wirklich auf einer Wellenlänge. Dabei lerne ich gerne Menschen kennen. Das Bloggen hilft sehr dabei, so war ich im letzten Jahr eine Woche bei Julia in Berlin und habe dieses Jahr Katha für ein Wochenende besucht. Und über Instagram habe ich auch viele nette Kontakte geknüpft (: Ich freue mich sehr darüber, das gibt Kraft und Wärme!

Was hat das mit Ausmisten zu tun? Nun, auch wenn ich an meiner Unsicherheit bezüglich meiner Berufswahl so schnell nichts ändern  kann, so kann ich doch in anderen Bereichen meines Lebens dafür sorgen, dass ich mich wohl fühle.

Wir wohnen seit etwas mehr als 4 Jahren in unserer Wohnung und hatten damals die Wände bunt gestrichen. Ich sehnte mich schon seit langer Zeit nach etwas Ordnung und Struktur, nach weißen Wänden, die das unruhige Gesamtbild des zusammengewürfelten Mobiliars etwas beruhigen. Bisher sagte ich immer, dass wir ja noch nicht wisse, wie lange wir in der Wohnung bleiben und ob es sich  noch lohnt, erneut zu streichen. Mit Julia von Funkelfaden hatte ich im November darüber gesprochen und sie sagte sinngemäß, dass sie auch für ein halbes Jahr ihre Wohnung so schön wie möglich einrichten würde. Damals winkte ich noch ab, denn Streichen ist ja schon immer eine recht große Aktion, ausräumen, umräumen, abkleben,  saubermachen,… Ich dachte, es würde sich nicht lohnen.

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Doch eines Tages war das Fass voll. Mittlerweile fühlte ich mich gar nicht mehr wohl in der Wohnung, sondern beengt, ich hatte das Gefühl ständig in Unordnung zu leben, was wohl dem zu viel an Sachen geschuldet war. Mein Freund war zunächst gar nicht begeistert, hat mich dann jedoch unglaublich unterstützt und mir in jeder freien Minute geholfen <3 Ich kam auch noch mit der fixen Idee um die Ecke doch die Möbel mal wieder etwas anders zu stellen und Schlaf- und Arbeitszimmer zu tauschen, aber dazu ein anderes mal mehr.

Im Zuge der Renovierungsarbeiten mussten natürlich zunächst alle Regale und Schränke leergeräumt werden. Im Arbeitszimmer stand die Kommode, in welcher ich Stoffe und Wolle lagerte, sowie ein großes Expedit Regal, welches nun im Flur Bücher beherbergt. In diesem Regal war so UNGLAUBLICH viel Zeug verstaut, ich war echt schockiert. Und fast alles davon gehörte mir. Da waren Buntstifte, Aquarellstifte, Pastellkreiden, Acrylfarben und jede Menge Blöcke aus meiner „Zeichenzeit“, bevor ich das Nähen für mich entdeckte habe ich nämlich viel gezeichnet und gemalt, mittlerweile mache ich das aber eigentlich gar nicht mehr. Dann waren dort Nähbücher, Nähzubehör, jede Menge leere kleine Notizbücher, irgendwelcher Bastelkrimskrams, Zeug zum Geschenke verpacken, Nähzeitschriften, Wissenschaftszeitschriften,…

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Als das ganze Zeug aus dem Regal herausgekramt war und im Wohnzimmer rumlag wurde mir ganz mulmig zumute und die Frage danach, ob ich das wirklich alles brauche lies mich nicht mehr los. Auf vielen Blogs gibt es Tips zum Aufräumen, Gedanken zu Konsum und Minimalismus. Irgendwo las ich, dass man sich bei jedem Stück überlegen sollte, ob es einen glücklich macht. Das ist ein guter Ansatz oder? Macht mich dieses Teil glücklich? Dieser Satz war meine Leitfrage in den vergangenen 3 Wochen. Natürlich gibt es ein paar Dinge, die mich nicht unbedingt glücklich machen, die aber einfach nützlich sind, wie zum Beispiel Briefumschläge, und dich ich dennoch behalten habe.

Welche Gefühle brachten mich also zum Ausmisten?

  • Die vielen Dinge belasten mich und machen mich unglücklich
  • Der Wunsch nach Befreiung und Veränderung
  • Das Bedürfnis nach leerem Raum, statt vollgestopften Schränken und Regalen
  • Das Gefühl immerwährender Unordnung
  • Der Schock, so viele Dinge auf einem Haufen zu sehen

bAussortieren05Ich möchte auf dem Blog mehr meiner Gedanken mit euch teilen und bin sehr gespannt, wie ihr nun darauf reagieren werdet. Ich mag das an anderen Blogs sehr gern, das macht das ganze dann doch noch persönlicher und die Menschen meist sympathischer. Wie seht ihr das?

Zusätzlich mchte ich eine kleine Miniserie zum Thema Ausmisten starten, ich weiß, das ist nicht, was ihr hier erwartet und es ist vollkommen okay, falls ihr diese Artikel dann eben einfach überlest und beim nächsten Nähpost wieder dabei seid, denn diese werden natürlich weiterhin einen Großteil des Contents hier ausmachen.

Alles Liebe, Freja.

29 Kommentare

  1. Hallo gen Norden,
    du redest mir von meiner Seele. Ich habe 20 Hausarbeiten hinter mir, eine vor mir und dann noch die wunderbare Bachelorthesis. Eigentlich ja fast fertig. Und ich tue mir so schwer wie noch nie. Die 20.Arbeit wurde schon drei Monate aufgeschoben, die letzte sollte im gleichen Zeitraum eigentlich geschrieben werden. Ich drehe noch durch, denke ich manchmal. Ja, genau jetzt sollte ich eigentlich auch schreiben. Aber ich finde es gerade interessanter, wie andere Frauen ihre Kleiderschränke mit tollen selbstgenähten Kleidern füllen. Ich habe den Inhalt meines Schrankes auf ein Viertel reduziert und nun sollen wenige tolle, neue Stücke dazukommen. Ich habe inzwischen sämtliche Schubladen und Kisten ausgeräumt und so vieles in die weite Welt gelassen. Bloß weg von mir. Es tut gut. Aber helfen zum Schreiben tut es mir leider nicht. Nur der Umzug nach dem bestandenen Bachelor im Sommer wird leichter. Das freut mich zumindest auch.
    Aber Kopfhoch, das schaffen wir. So kurz vor Schluss sämtliche Energie sammeln und brav das zu tuende erledigen. (wenn man es schafft aus dem Bett zu kommen: habe versucht frühs aufzustehen, so gegen fünf, so gegen sechs, so gegen sieben, habe versucht bewusst auszuschlafen und dann aufzustehen, habe versucht auf den Morgen zu scheißen und abends zu schreiben. ich habe meine ideale Zeit leider immer noch nicht gefunden und in sechs Wochen sollte ich fertig sein, zu viel Zeit für weitere Versuche bleibt da nicht mehr).
    Ich bin optimistisch was die Zukunft (ab Mitte Mai) angeht und aus den nächsten Wochen bemühe ich mich, das Beste zu machen.

    Viel Kraft und Erfolg dir und liebe Grüße aus dem Süden (Schwarzwald)

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  4. Hallo Nordseemädchen (gefällt mir übrigens sehr dieser Name in Deiner Unterzeile) , ich würde gern trösten und Mut zusprechen. Ordne Dein Umfeld, mach Dir die Wohnung hell und luftig und schön und fühle die Erleichterung nach dem Ausmisten. Das funktioniert ganz sicher und Du bekommst den Kopf frei für Deine Arbeit, für den Schluss-Spurt. Nicht aufgeben und hinschmeißen. Lieber durchhalten und dann durchatmen und in aller Ruhe nach dem richtigen Weg suchen. Ich habe heute gern bei Dir gelesen und werde sicher dran bleiben.
    Ganz liebe Grüße, Ina

    • Ach, vielen Dank liebe Ina. Ich mochte den Namen auch total, aber meine Mama fand ihn doof – :D
      Alles Liebe, ich freue mich von dir zu hören, Freja.

  5. Liebe Freja, ausmisten ist toll! Es fühlt sich einfach gut an. Ich habe es gerade wieder einmal ausprobiert und bin glücklich mit dem Ergebnis. Und es ist auch ganz normal, dass dir gerade JETZT danach ist. Ich glaube, ich habe niemals so viel aufgeräumt und aussortiert wie während meiner Diplom- und Masterarbeiten. Wenn man in einem strukturiertem Umfeld lebt und arbeitet, schreibt sich so eine Arbeit auch besser – ganz unbewusst. (Ein bisschen spielt wohl auch Prokrastination eine Rolle…)
    Und auch die Zweifel bezüglich der Studienwahl kennt wohl fast jede (Frau). Glaub mir, irgendwie kommt eins zum anderen, auch wenn man sich das gerade gar nicht vorstellen kann. Abzubrechen wäre meiner Meinung nach ein Fehler. Das macht sich weder gut im Lebenslauf noch in deinem Bauch/Kopf/Herzen.
    Ich freue mich jedenfalls darauf, mehr über deine Gedanken und Gefühle zu lesen (wobei ich finde, dass du die schon immer zwischen den Zeilen mittransportiert hast).
    Alles Liebe, Ulrike

    • Liebe Ulrike,
      ja Ausmisten macht wirklich Spaß! Nur hinterher die Sachen loszuwerden ist ziemlich aufwendig finde ich (:
      Ich danke Dir für deine lieben Worte,
      Freja.

  6. Was übrigens das Ausmisten angeht: Ja, es hilft!
    Ich habe mich während meines Umzugs auch von sehr vielen Dingen getrennt. Auch eine gewisse Zeit danach noch. Viele Dinge habe ich sowieso nie genutzt, und alles was zu schade zum Wegwerfen war habe ich über Free Your Stuff verschenkt.
    Voll ist die Bude trotzdem, denn es gibt viele Dinge die ich wirklich brauche, gerade da ich gerne mit allem werkele. Sprich also eine komplette Ausstattung für eine Näh- und Elektronikwerkstatt. Die habe ich dann aber genau sortiert, alles hat seinen Platz, ich ersticke nicht in Sachen. Außer ich arbeite mal wieder meine Projekte nicht ab und sie stapeln sich auf der Werkbank ;)

    Für mich war es wichtig, in der Mitte des Raumes freie Fläche zu haben, auf der ich mich gegebenenfalls ausbreiten kann. Auch wenn sich rund herum alles in Schränken und Regalen stapelt, habe ich immer noch das Gefühl Platz zu haben :)

    • Hallo analogMensch (: Danke für deine 2 lieben Kommentare, natürlich ist mein Blog mein Blog und ich kann hier schreiben wie ich möchte, aber es ist doch so viel schöner, wenn man Rückmeldung bekommt.
      Genau, wenn alles seinen Platz hat und der Schrank nicht aus allen Nähten passt und mir die Hälfte des Inhalts entgegenspringt, dann macht das schon jede Menge aus.
      Dennoch würde ich manchmal am liebsten alle Bastel, Mal, Werken, Näh Materialien einfach rausschmeißen. Nur damit es leer ist. Aber das wird wohl nicht geschehen. Ich werde mich darauf beschränken, erstmal so gut wie möglich mit vorhandenen Materialien zu arbeiten, damit der Schrank leerer wird (:
      Alles Liebe, Freja.

  7. Liebe Freja,
    was für ein ehrlicher, toller Beitrag! Nur du legst fest, was du auf deinem Blog schreibst. Und ich finde, oft machen gerade die persönlichen Posts einen Blog aus.
    Ich habe heute bei der Arbeit ganz viel weggeworfen, weil mein Schreibtisch schon lange nur noch ein Berg von Zetteln war und ich mich morgens gar nicht mehr dransetzen mochte. Deine Sehnsucht nach Ordnung und Ausmisten kann ich gut verstehen. Das befreit so sehr.
    Ich wünsche dir, dass du die für dich richtige Entscheidung bezüglich deines Studiums findest. Ich habe auch etwas ganz anderes studiert als der Bereich, in dem ich nun gelandet bin. Und es hat sich (nach ein paar Zwischenstationen) zufällig so ergeben. Und nun fühle ich mich sehr wohl.
    Ich lese sehr gerne bei dir – deine Näh-Posts und persönliche Posts!
    Alles Liebe,
    Christiane

    • Ach vielen Dank liebe Christiane. Ich freue mich so sehr über alle eure Kommentare und bin froh, dass ich nicht allein bin mit dem Drang nach Ordnung.
      Alles Liebe, Freja.

  8. Hallo liebe Freja,
    mir ging es ganz ähnlich mit dem Studium, gerade zum Ende der Studienzeit hin, wo der Druck immer größer wird und geichzeitig schon ein bisschen Zukunftsangst mitschwingt, weil das Studium zwar ein Meilenstein ist, aber alles andere als einen konkreten Berufsweg aufzeigt. Was hab ich gezweifelt (und tue es immer noch), ob das Studium überhaupt das richtige für mich war. Mir hat es sehr geholfen mich ein bisschen umzuschauen, was für Möglichkeiten mir später offen stehen würden und was mich ganz konkret interessieren würde. Guck auch ein bisschen vom Weg ab, man staunt manchmal was für Möglichkeiten man nicht sieht … Mit einem Ziel vor Augen wird es dann bestimmt auch einfacher die Prüfungszeit zu überstehen. Letztlich habe ich festgestellt, dass das Hilfreichste am Studium nicht unbedingt die Studieninhalte waren, sondern die Techniken, die man lernt, sich zu organisieren, durchzubeißen und Projekte fertigzustellen. Ich drück dir die Daumen, dass es dieses Jahr leichter für dich wird! Liebe Grüße, Zuzsa

    • Liebe Zuzsa, du bringst es ebenfalls auf den Punkt – das Studium führt zu keinem konkreten Beruf und zu viele Möglichkeiten verwirren und machen Angst. Du klingst ein bisschen wie meine Mama, die sagt auch dauernd, ich soll immer rechts und links vom Weg gucken, was es dort noch so gibt :D
      Alles Liebe, Freja.

  9. Liebe Freja,
    Beim Lesen deines Posts habe ich mich an mein letztes Studienjahr erinnert. Ich war im Paktikumsjahr als Apothekerin und hatte es bezüglich Chefin rsehr schlecht getroffen. Dazu kam dass ich damals eine persönliche Krise. Rückblickend würde ich sogar behaupten es war eine Art von Depression oder ein Burn out. Ich glaube es gab keinen Tag, an dem ich nicht im Geschäft oder sicher auf dem Weg nach Hause geheult habe. Irgendwie habe ich aber alles durchgezogen, erfolgreich. Beim Bewerben wollte ich unbedingt einen Schnuppertag machen, da habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit an und für sich Spass macht.
    Was ich aus heutiger Sicht anders machen würde: Ich glaube das Ziel vor den Augen haben, den Abschluss in den Händen zu halten, hat mir den Kopf über der Wasserobrrfläche gehalten. Aber eben nur gerade so bis zum Kinn. Ich hätte mir Hilfe suchen sollen. Aber ich war zu stolz, irgrndwie und hatte Angst „verurteilt“ zu werden.
    Ich kenne deine Situation nicht und weiss nicht was du studierst. Aber wenn es irgendwie geht, wenn du zumindest einen Teil der Materie magst, dann zieh es durch. Aber dafür brauchst du deine volle Kraft! Ich bin inzwischen der Meinung, dass Hilfe holen kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von Stärke. Und ich glaube mit deinem Post hier hast du einen wichtigen Schritt getan, du bist „raus“ und hast um Hilfe gerufen. Manchmal ist es einfacher bei fremden Leute anzuklopfen als bei den liebsten…
    Zum Schluss noch etwas. Ich weiss dass das was ich hier geschrieben habe, sicher erschreckt, ich kenn dich nicht, habe nur ab und zu deinen Blog gelesen, es kann also sein, dass ich ganz ei falsches Bild von dir und deiner Situation bekommen habe, zusammen mit dem was ich selbst erlebte zu viel interpretiert habe. Falls das so ist, vergib mir bitte.
    Übrigens auch ausmisten ist Seelenfutter. Mein jetziger Chef sagt immer einen vollen Abfallsack voller nicht gebrauchter oder alter Dinge wegzubringen ist der beste Psyhologe. Man baut Balast ab. Und mach dir nicht zuviele Gedanken, etwas wegzuschmeissen, du machst es gezielt, und du wirst dir in Zukunft überlegen, was du kaufst.
    So ich glaube das ist erst mal genug.
    Liebe Grüsse
    Alexandra

  10. Mein Papa hat mir- als ich Teenager war -mal einen Zettel an die Tür gepappt: „In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt“
    Das ist lange her, hat aber nix von der Aktualität eingebüßt.
    Ich bin gerade dabei, meinen Kleiderschrank zu entrümpeln und Genügsamkeit einziehen zu lassen …inkl. Blogbeiträgen dazu- falls du mal lesen möchtest ;)

  11. Hallöchen liebe Freja!
    Erstmal Hut ab, dass du hier so persönlich von dir erzählen machst – das macht den Blog und dich sehr authentisch und sympathisch.
    Ich kann dir sagen, dass es mir im Studium ganz genau ging wie dir – zwei Freundinnen gefunden, die nie Zeit hatten, die Stadt gehasst, das Studium doof gefunden. Wie du wollte ich aber das angefangene zu Ende bringen, und rückblickend sage ich, das hat sich echt gelohnt! Ich habe nun einen Job, den ich sehr liebe. Ich hätte ihn auf anderen, vielleicht einfacheren Wegen erreichen können, aber andersherum habe ich auch viel gelernt in der Zeit. So ist es bei dir ja auch – du weißt nun, dass zu viel Zeug dich unglücklich machst und wirst in Zukunft bestimmt darauf achten.
    Ich weiß nicht was du studierst, aber wir können ja gerne mal schnacken. normalerweise hat man mit einem Studium ja viele Berufsmöglichkeiten, da sollte eigentlich immer etwas passendes dabei sein.

    Ich drück dich virtuell!

    • Danke (: Ich studiere Maschinenbau und würde mich freuen, wenn wir uns mal virtuell oder gern auch „in echt“ treffen. Und ja, diese Erfahrungen positiv mitnehmen und die für mich hilfreichen Aspekte herausfinden, daran arbeite ich!
      Alles Liebe, Freja.

  12. Immer raus damit!
    Ja, richtig gelesen, sich einfach alles von der Seele schreiben hilft! Wenn du der Meinung bist, dass es etwas ist das jeden etwas angeht, dann hau es hier raus! Irgendjemandem da draußen geht es genauso, viele verstehen dich, wieder jemand anderes hat gute Ratschläge für dich.
    Ich mache das jetzt seit Jahren so, und habe es nie wirklich bereut. Im Gegenteil, ich bin froh über jede Art von Feedback!

    Was auch immer du von dir und deinem Leben zum Besten gibst, ich werde des auf jeden Fall lesen!

  13. Dein Posting finde ich gar nicht „schlimm“ – solche Anfälle habe ich in regelmäßigen Abständen. Letztes Jahr war es nur der Kleiderschrank, dieses Jahr das Wohnzimmer.
    Demnächst hoffe ich auf den Keller (obwohl ich da in ein Fass ohne Boden schaue…).
    Das ist Dein Blog, und hier kannst Du Dich ausleben und Deine Gedanken spinnen, wie Du magst. Lass Dich dabei nicht von Dir selbst beschränken!
    Herzlichst,
    Katrin

    • Liebe Katrin,
      natürlich hast Du recht dass das hier mein Blog ist und ich schrieben kann was und wie ich will. Und das tue ich – aber es ist eben auch ein öffentlicher Blog und auch meine Mama liest hier mit, ich bin nicht anonym. Sodass gewisse Gedanken zu teilen Überwältigung kostet.
      Oh ja. Keller. Wir haben vor einer Woche endlich mal unseren gesamten Elektroschrott entsorgt und Sperrmüll ist auch bestellt. Dann sind da nur noch jede menge undefinierbare Kisten mit irgendwelchem Zeug drin :D
      Viel Erfolg, Freja.

  14. Liebe Freja,

    was für ein mutiger Post! Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg und drücke sämtliche Daumen, dass es bald (mit viel Ordnung) wieder aufwärts geht!

    Liebe Grüße
    Bine

  15. Ach du… :)
    Wir hatten das Thema ja schon, von daher nur kurz:
    „Glücklich“ ist so ein großes Wort. Aber wenn du dich fragst, was dich glücklich macht, machst du es genau richtig. Es ist ein Weg, bestimmt ist er lang, aber auch kleine Schritte bringen dich voran.
    Ich bin sicher, du wirst deinen Weg finden! <3

    Und wenn du jemanden zum reden brauchst: jederzeit :)

    Liebe Grüße!

    P.S.: Dein Blog, deine Regeln. Wenn's dir gut tut, dir hier mal alles von der Seele zu schreiben, dann tu's. Ich werds lesen :)

  16. Liebe Freja,
    ich ziehe den Hut vor deinem mutigen Post und finde es schön noch eine andere Seite von dir kennenzulernen! Mir geht es auch so, dass eine äußere Unordnung bei mir zu großer Unzufriedenheit und auch innerer Unruhe führt. In letzter Zeit hatte ich auch das Gefühl viel zu viele Sachen zu haben, deshalb habe ich vieles ausgemistet und gespendet. Daher auch meine Stoffdiät ;) Kennst du das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo? Kann ich auf jeden Fall empfehlen, wenn du dich mehr mit dem Thema beschäftigen möchtest.
    Liebe Grüße
    Julia

    • Hallo Julia,
      äußere Unordnung führt zu innerer Unzufriedenheit, du bringst es auf den Punkt!
      Das Buch kenne ich nicht, es gibt so unglaublich viele Bücher zu dem Thema, da habe ich mich letztendlich für gar keins entschieden. Aber vielen Dank für den Tip, da werde ich mal schauen ob ich das als eBook bekommen kann (:
      Alles Liebe, Freja.

  17. Wirklich ein schöner Text! Mir geht es ganz ähnlich mit meinem Studium und tatsächlich habe ich auch ständig das Bedürfnis auszumisten, umzuräumen und alles neu zu machen. So viel unnützes Zeug. Aber ich hätt dann wohl bald keine Sachen mehr :)
    Ich hoffe sehr, dass es dir wirklich ein bisschen hilft. Die kleinen Dinge zu ändern ist ein Anfang und 3 Monate gehen auch vorbei! Viel Erfolg!!!
    Liebe Grüße,
    Svenja

    • Liebe Svenja,
      vielen Dank für deine lieben Worte und ja du hast absolut recht, 3 Monate gehen auch vorbei (:
      alles Liebe, Freja.

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